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Übelkeit und Erbrechen unter Krebstherapie (CINV)
Definition, Vorgang im Körper und zentrale Symptome kannst du ohne Anmeldung lesen.
Definition
Übelkeit (Nausea) und Erbrechen (Emesis) sind mögliche Nebenwirkungen von Chemotherapie, anderen Krebsmedikamenten und Bestrahlung. Übelkeit ist ein unangenehmes Gefühl im Rachen oder in der Magengegend, das nur die betroffene Person spürt. Beim Erbrechen wird Mageninhalt kräftig durch den Mund ausgestoßen.
Was im Körper passiert
Ein Brechzentrum im Hirnstamm steuert das Erbrechen. Zytostatika reizen Zellen der Darmschleimhaut. Diese geben den Botenstoff Serotonin ab, der Nervenbahnen wie den Vagusnerv erregt. Außerdem bemerkt ein kleines Gebiet im Hirnstamm (Area postrema, Chemorezeptor-Triggerzone) fremde Stoffe im Körper. Weitere wichtige Botenstoffe sind Substanz P und Dopamin.
Auch das Großhirn wirkt mit: Gerüche, Angst und Schmerz können Übelkeit auslösen oder verstärken. So entsteht erlernte (antizipatorische) Übelkeit: Der Körper verknüpft etwa den Geruch der Station mit früherem Erbrechen. Viele Medikamente gegen Übelkeit (Antiemetika) besetzen die Andockstellen (Rezeptoren) dieser Botenstoffe.
Symptome
- Übelkeit, Würgen, Erbrechen, wenig Appetit
- Akute Form: in den ersten 24 Stunden nach der Gabe (Quelle: NCI PDQ 2025)
- Verzögerte Form: beginnt nach mehr als 24 Stunden (Quelle: NCI PDQ 2025) und kann bis zu 5 Tage anhalten (Quelle: KID 2026).
- Antizipatorische Form: schon vor dem nächsten Zyklus, ausgelöst durch Gerüche, Bilder oder Geräusche der Behandlung
- Durchbruch: Erbrechen trotz Vorbeugung. Refraktär: keine Besserung durch die Behandlung.
Zwei Beispielfragen
Was passiert bei Übelkeit und Erbrechen unter Krebstherapie (CINV) im Körper?
Lösung: Ein Brechzentrum im Hirnstamm steuert das Erbrechen. Zytostatika reizen Zellen der Darmschleimhaut. Diese geben den Botenstoff Serotonin ab, der Nervenbahnen wie den Vagusnerv erregt. Außerdem bemerkt ein kleines Gebiet im Hirnstamm (Area postrema, Chemorezeptor-Triggerzone) fremde Stoffe im Körper. Weitere wichtige Botenstoffe sind Substanz P und Dopamin.
Welche typischen Symptome oder Beschwerden gehören zu Übelkeit und Erbrechen unter Krebstherapie (CINV)?
Lösung: Übelkeit, Würgen, Erbrechen, wenig Appetit Akute Form: in den ersten 24 Stunden nach der Gabe (Quelle: NCI PDQ 2025) Verzögerte Form: beginnt nach mehr als 24 Stunden (Quelle: NCI PDQ 2025) und kann bis zu 5 Tage anhalten (Quelle: KID 2026). Antizipatorische Form: schon vor dem nächsten Zyklus, ausgelöst durch Gerüche, Bilder oder Geräusche der Behandlung Durchbruch: Erbrechen trotz Vorbeugung. Refraktär: keine Besserung durch die Behandlung.
Die Lösungen stammen aus dem sichtbaren Vorschautext. Diese Fragen werden nicht automatisch bewertet.
Prüfstatus: Fachliches Gegenlesen steht aus.
Quellen: MASCC/ESMO 2023 – Multinational Association of Supportive Care in Cancer und European Society for Medical Oncology, 2023 updated MASCC/ESMO consensus recommendations (Teile zu Risikoeinteilung, hohem und moderatem Risiko sowie Strahlentherapie), Supportive Care in Cancer, Band 32, 2023/2024; NCI PDQ 2025 – National Cancer Institute, PDQ Supportive and Palliative Care Editorial Board, Nausea and Vomiting Related to Cancer Treatment, Fachkreisversion, Fassung vom 10.03.2025; KID 2026 – Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums, Übelkeit und Erbrechen während der Krebstherapie, aktualisiert am 20.07.2026; MASCC MAT o. J. – Multinational Association of Supportive Care in Cancer, MASCC Antiemesis Tool (MAT), Seite ohne Datum, Suchauszug vom 30.09.2026. Abgerufen am 29.09.2026. Stand 29.09.2026. Fachlicher Stand: 10/2026.
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