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Multimorbidität und Polypharmazie
Definition, Vorgang im Körper und zentrale Symptome kannst du ohne Anmeldung lesen.
Definition
Multimorbidität bedeutet, dass ein Mensch gleichzeitig mehrere chronische Erkrankungen hat; die DEGAM-Leitlinie legt mindestens drei zugrunde (Quelle: DEGAM 2025). Polypharmazie oder Multimedikation heißt, dass jemand gleichzeitig und dauerhaft viele Arzneimittel anwendet, meist fünf oder mehr (Quelle: DEGAM 2021).
Was im Körper passiert
Mehrere Krankheiten beeinflussen sich gegenseitig. Auch Krankheit und Behandlung wirken aufeinander, und Behandlungen können sich untereinander stören. Wird jede Krankheit nur nach ihrer eigenen Leitlinie behandelt, sammeln sich Medikamente an, und Empfehlungen können sich widersprechen. Je mehr Krankheiten zusammenkommen, desto stärker sind die Folgen.
Im Alter lösen viele Medikamente mehr und teils andere Nebenwirkungen aus als bei Jüngeren. Heikel sind Wirkstoffe, die Schwindel machen, den Blutdruck rasch senken, das Denken beeinträchtigen oder Stürze begünstigen. Jedes weitere Mittel erhöht das Risiko für Neben- und Wechselwirkungen. Wird eine Nebenwirkung nicht erkannt und mit einem neuen Medikament behandelt, entsteht eine Verordnungskaskade.
Anzeichen und Probleme
- Müdigkeit, weniger Appetit, Übelkeit
- Schwindel, Benommenheit, Verwirrtheit
- Stürze
- Neue Beschwerden nach Beginn oder Änderung eines Medikaments – mögliche Nebenwirkung
- Einnahmefehler: Verwechslungen bei schlechtem Sehen, Probleme mit dem Blister bei zittrigen oder steifen Fingern
- Belastung durch viele Termine, Medikamente und Behandlungen (Behandlungslast)
Zwei Beispielfragen
Was passiert bei Multimorbidität und Polypharmazie im Körper?
Lösung: Mehrere Krankheiten beeinflussen sich gegenseitig. Auch Krankheit und Behandlung wirken aufeinander, und Behandlungen können sich untereinander stören. Wird jede Krankheit nur nach ihrer eigenen Leitlinie behandelt, sammeln sich Medikamente an, und Empfehlungen können sich widersprechen. Je mehr Krankheiten zusammenkommen, desto stärker sind die Folgen.
Welche typischen Symptome oder Beschwerden gehören zu Multimorbidität und Polypharmazie?
Lösung: Müdigkeit, weniger Appetit, Übelkeit Schwindel, Benommenheit, Verwirrtheit Stürze Neue Beschwerden nach Beginn oder Änderung eines Medikaments – mögliche Nebenwirkung Einnahmefehler: Verwechslungen bei schlechtem Sehen, Probleme mit dem Blister bei zittrigen oder steifen Fingern Belastung durch viele Termine, Medikamente und Behandlungen (Behandlungslast)
Die Lösungen stammen aus dem sichtbaren Vorschautext. Diese Fragen werden nicht automatisch bewertet.
Prüfstatus: Fachliches Gegenlesen steht aus.
Quellen: DEGAM 2025 – S3-Leitlinie Multimorbidität, AWMF-Register 053-047, Version 4.0, Stand 09/2025, Revision geplant 09/2026; DEGAM 2021 – S3-Leitlinie Hausärztliche Leitlinie Multimedikation, AWMF-Register 053-043, Version 2.00 vom 05.05.2021, gültig bis 04.05.2026, abgelaufen und in Überarbeitung; AkdÄ 2023 – Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Arzneiverordnung in der Praxis 50, Heft 1, PRISCUS 2.0 – erste Aktualisierung der PRISCUS-Liste; Ärzteblatt 2023 – Mann NK et al., Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen, PRISCUS 2.0, Dtsch Arztebl Int 2023, 120, 3–10; BMG 2025 – Bundesministerium für Gesundheit, Medikationsplan, Stand 12.06.2025; BÄK 2022 – Bundesärztekammer, Medikationsplan, Seite aktualisiert 11.05.2022; ÄZQ 2022 – Gesundheitsinformation „Medikamente – Nehme ich zu viele ein?“, September 2022; gesund.bund.de 2023 – BMG-Gesundheitsportal, „Pflegewissen für Angehörige“, Stand 17.05.2023. Abgerufen am 29.09.2026. Stand 29.09.2026. Fachlicher Stand: 10/2026.
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