Nurmedizinius › Krankheitsbilder

Öffentliche Vorschau

Autoimmunerkrankungen

Definition, Vorgang im Körper und zentrale Symptome kannst du ohne Anmeldung lesen.

Wichtiger HinweisLernmaterial zur Prüfungsvorbereitung. Keine Handlungsanweisung am Patienten. Maßgeblich sind die aktuellen Leitlinien, die ärztliche Anordnung und die Vorgaben deiner Einrichtung. Im Notfall: Notruf 112.

Definition

Das Immunsystem hält körpereigene Strukturen fälschlich für fremd und bildet Autoantikörper bzw. autoreaktive Lymphozyten, die diese Strukturen angreifen und zerstören. Das Immunsystem arbeitet „falsch" – gegen den eigenen Körper.

Was im Körper passiert

Normalerweise dürfen im Knochenmark und im Thymus nur Lymphozyten ausreifen, die Körpereigenes in Ruhe lassen. Bei einer Autoimmunerkrankung hält die Abwehr trotzdem körpereigene Strukturen für fremd. Ein möglicher Auslöser ist ein harmloser Virusinfekt: Ähnelt ein Virusbaustein einem körpereigenen Eiweiß, richtet sich die Abwehr auch gegen den eigenen Körper (molekulares Mimikry). Weil dabei Gedächtniszellen entstehen, bleibt der Angriff meist dauerhaft. Es folgen Entzündung und Gewebezerstörung – begrenzt auf ein Organ (organspezifisch) oder im ganzen Körper (systemisch).

Symptome

  • organspezifisch – Beschwerden je nach Zielorgan:
  • Bauchspeicheldrüse: insulinbildende β-Zellen werden zerstört → Insulinmangel = Typ-1-Diabetes
  • Schilddrüse: Gewebe wird zerstört → Unterfunktion (Hashimoto); TSH-Rezeptor wird aktiviert → Überfunktion (Morbus Basedow)
  • Muskel: Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren → Muskelschwäche (Myasthenia gravis); ZNS: Markscheiden → Multiple Sklerose
  • Blut: Erythrozyten werden schneller abgebaut → Anämie (Autoimmunhämolyse); Magen: Antikörper gegen Belegzellen/Intrinsic-Faktor → kein Vitamin B12 → Anämie (perniziöse Anämie, Typ-A-Gastritis)
  • Darm: Colitis ulcerosa (Geschwüre der Darmschleimhaut), Morbus Crohn (gesamter Verdauungstrakt)
  • systemisch: rheumatoide Arthritis → Gelenkentzündung, ggf. Schäden innerer Organe; Kollagenosen (Angriff auf Bindegewebe), z. B. SLE → starke Allgemeinbeschwerden, Entzündung von Gelenken, Haut, Herz, Lunge, Nieren, ZNS; Vaskulitiden → entzündete, meist arterielle Gefäße

Zwei Beispielfragen

Was passiert bei Autoimmunerkrankungen im Körper?

Lösung: Normalerweise dürfen im Knochenmark und im Thymus nur Lymphozyten ausreifen, die Körpereigenes in Ruhe lassen. Bei einer Autoimmunerkrankung hält die Abwehr trotzdem körpereigene Strukturen für fremd. Ein möglicher Auslöser ist ein harmloser Virusinfekt: Ähnelt ein Virusbaustein einem körpereigenen Eiweiß, richtet sich die Abwehr auch gegen den eigenen Körper (molekulares Mimikry). Weil dabei Gedächtniszellen entstehen, bleibt der Angriff meist dauerhaft.

Welche typischen Symptome oder Beschwerden gehören zu Autoimmunerkrankungen?

Lösung: organspezifisch – Beschwerden je nach Zielorgan: Bauchspeicheldrüse: insulinbildende β-Zellen werden zerstört → Insulinmangel = Typ-1-Diabetes Schilddrüse: Gewebe wird zerstört → Unterfunktion (Hashimoto); TSH-Rezeptor wird aktiviert → Überfunktion (Morbus Basedow) Muskel: Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren → Muskelschwäche (Myasthenia gravis); ZNS: Markscheiden → Multiple Sklerose

Die Lösungen stammen aus dem sichtbaren Vorschautext. Diese Fragen werden nicht automatisch bewertet.

Prüfstatus: Fachliches Gegenlesen steht aus.

Quellen: Abgeglichen mit: MSD Manual (Ausgabe für Patienten): Autoimmunerkrankungen (2025), Rheumatoide Arthritis (2024); RKI-FAQ Kontraindikationen bei Impfungen (2020). Stand 27.09.2026. Fachlicher Stand: 10/2026.

🔒 Weitere Lerninhalte in der Vollversion

Vollständiges Modul öffnen

Ursachen und Risikofaktoren, Therapieüberblick, Pflege, Vorbeugung, Komplikationen, Leitlinien-Ergänzungen und weitere Lernextras bleiben hinter der serverseitigen Zugangskontrolle.

Vollversion ansehen Code einlösen

Fehler gefunden? Fehler melden

Weitere Pflege- und Krankheitsmodule